BarCampHamburg 2010
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Hallo Orga-Team,
mich würde interessieren, wie ihr auf die Sessionlänge von 30 Minuten gekommen seid. Ich hab in London beim Social-Media-Camp die Erfahrung gemacht, dass die 30 Minuten Länge zu einem echten Qualitätsproblem geführt haben. Man kam nie über einen bestimmten Punkt hinaus. Irgendetwas scheint dran zu sein an der 45 Minuten Länge. Und mit 12 Räumen ist doch eigentlich genug Platz, um die Tage nicht vollpressen zu müssen.
Das sind aber auch nur meine knappen Überlegungen aus der Ferne. Gibt's nen bestimmten Grund, die Sessions auf 30 Minuten zu begrenzen? Oder wollt ihr das eh entspannt in der Durchführung halten, weil im Anschluss immer 30 Minuten Pause sind?
Gruß
Johannes
mich würde interessieren, wie ihr auf die Sessionlänge von 30 Minuten gekommen seid. Ich hab in London beim Social-Media-Camp die Erfahrung gemacht, dass die 30 Minuten Länge zu einem echten Qualitätsproblem geführt haben. Man kam nie über einen bestimmten Punkt hinaus. Irgendetwas scheint dran zu sein an der 45 Minuten Länge. Und mit 12 Räumen ist doch eigentlich genug Platz, um die Tage nicht vollpressen zu müssen.
Das sind aber auch nur meine knappen Überlegungen aus der Ferne. Gibt's nen bestimmten Grund, die Sessions auf 30 Minuten zu begrenzen? Oder wollt ihr das eh entspannt in der Durchführung halten, weil im Anschluss immer 30 Minuten Pause sind?
Gruß
Johannes
Hallo Johannes,
wie Du schon richtig bemerkt hast, es kann zu Qualitätsproblemen kommen. Genauso wie es bei 45 Minuten zu solchen Problemen kommen kann und bei einer Stunde. Es ist ein Irrglaube daß mehr Zeit gleich mehr Qualität bedeutet.
Es ist eines der Ärgernisse speziell der deutschen Barcamps, daß viele Leute ihre Sessions wenig bis gar nicht vorbereiten. Bei diesen Leuten ist es dann eine Erleichterung wenn es nach 30 min vorbei ist. Für Teilnehmer die sich vorbereiten ist es ein klein wenig Extraaufwand, sich auf 30 Minuten einzurichten und dann einzuplanen, wie man die Diskussion oder den Austausch in die Pause mit hineinträgt.
Auch ein Problem der deutschen Barcamps: Die Unflexibilität. Wie gesagt, wir haben genug Platz und nach den Erfahrungen kann man davon ausgehen, daß viele Räume gar nicht belegt werden -- etwas, was auf normalen Barcamps ebenfalls undenkbar ist.
Es hält niemanden davon ab, sich spontan zu einer Anschlußsession zusammenzusetzen. Es hält niemanden davon ab, spontan noch eine Erweiterung seiner Session zu machen. Das einzige, vor dem wir einen Riegel schieben ist das "Handtuch auf die Liege"-Verhalten: erst mal blockieren und wenn ich da bin überlegen ob ich es überhaupt brauche.
Die Räumlichkeiten sind sogar so gut, das es niemanden davon abhält spontan sich in eine Ecke zu verziehen und dort die Diskussion zu haben, die man sich erwünscht. Selbst auf der Etech haben wir uns schon mal spontan in die Ecke verzogen und dort ein kleines Barcamp veranstaltet weil uns das Programm vor Ort nicht gefiel.
Dies sind Rahmenbedingungen, die sich aus anderen Bereichen als sinnvoll entwickelt haben und ja, dazu gehört es auch die Leute rauszuschmeissen aus den Räumen damit sie rausgehen und sich draussen austauschen. Aktiv werden. Und nicht hinsetzen und erwarten daß sie rundum nach persönlichen Vorlieben bespaßt werden ... :)
Nicole
wie Du schon richtig bemerkt hast, es kann zu Qualitätsproblemen kommen. Genauso wie es bei 45 Minuten zu solchen Problemen kommen kann und bei einer Stunde. Es ist ein Irrglaube daß mehr Zeit gleich mehr Qualität bedeutet.
Es ist eines der Ärgernisse speziell der deutschen Barcamps, daß viele Leute ihre Sessions wenig bis gar nicht vorbereiten. Bei diesen Leuten ist es dann eine Erleichterung wenn es nach 30 min vorbei ist. Für Teilnehmer die sich vorbereiten ist es ein klein wenig Extraaufwand, sich auf 30 Minuten einzurichten und dann einzuplanen, wie man die Diskussion oder den Austausch in die Pause mit hineinträgt.
Auch ein Problem der deutschen Barcamps: Die Unflexibilität. Wie gesagt, wir haben genug Platz und nach den Erfahrungen kann man davon ausgehen, daß viele Räume gar nicht belegt werden -- etwas, was auf normalen Barcamps ebenfalls undenkbar ist.
Es hält niemanden davon ab, sich spontan zu einer Anschlußsession zusammenzusetzen. Es hält niemanden davon ab, spontan noch eine Erweiterung seiner Session zu machen. Das einzige, vor dem wir einen Riegel schieben ist das "Handtuch auf die Liege"-Verhalten: erst mal blockieren und wenn ich da bin überlegen ob ich es überhaupt brauche.
Die Räumlichkeiten sind sogar so gut, das es niemanden davon abhält spontan sich in eine Ecke zu verziehen und dort die Diskussion zu haben, die man sich erwünscht. Selbst auf der Etech haben wir uns schon mal spontan in die Ecke verzogen und dort ein kleines Barcamp veranstaltet weil uns das Programm vor Ort nicht gefiel.
Dies sind Rahmenbedingungen, die sich aus anderen Bereichen als sinnvoll entwickelt haben und ja, dazu gehört es auch die Leute rauszuschmeissen aus den Räumen damit sie rausgehen und sich draussen austauschen. Aktiv werden. Und nicht hinsetzen und erwarten daß sie rundum nach persönlichen Vorlieben bespaßt werden ... :)
Nicole
am 13.11.2008 von Nicole Simon bearbeitet.
Um es zusammenzufassen: Jeder macht was er für sinnvoll hält. Die 30/30 Regel ist nur die beste Vorgabe die wir machen können. Du kannst Sessions auch auf 2 Stunden anlegen. Räume genug sind da. Wir hätten neben den 12 geplanten Räumen auch noch 12 weitere, aber ich glaube nicht, dass wir die brauchen.
Sehr cool. Vielen Dank für eure Antworten. Das gibt doch einen wesentlich besseren Einblick.
Ich verstehe deinen Punkt wegen der Vorbereitung, Nicole. Allerdings leben Barcamps aus meiner Sicht zum einen von den spontanen Sessions, die sich aus dem Bedarf der Teilnehmer ergeben und zum anderen von den offenen Sessions, die ein Thema gemeinsam erarbeiten. Beides lässt sich nur bedingt vorbereiten.
Nachtrag: Und ja, mehr Zeit heißt nicht automatisch höhere Qualität. Aber ich glaube, dass man ein gewisses Mindestmaß an Zeit braucht, um sich auf ein Thema einzutunen und die Diskussion zu dem Punkt zu führen, wo man gemeinsam weiterdenkt. Und rein aus Beobachtung würde ich sagen, dass das nach 30 Minuten der Fall ist.
Ich verstehe deinen Punkt wegen der Vorbereitung, Nicole. Allerdings leben Barcamps aus meiner Sicht zum einen von den spontanen Sessions, die sich aus dem Bedarf der Teilnehmer ergeben und zum anderen von den offenen Sessions, die ein Thema gemeinsam erarbeiten. Beides lässt sich nur bedingt vorbereiten.
Nachtrag: Und ja, mehr Zeit heißt nicht automatisch höhere Qualität. Aber ich glaube, dass man ein gewisses Mindestmaß an Zeit braucht, um sich auf ein Thema einzutunen und die Diskussion zu dem Punkt zu führen, wo man gemeinsam weiterdenkt. Und rein aus Beobachtung würde ich sagen, dass das nach 30 Minuten der Fall ist.
am 13.11.2008 von Johannes Kleske bearbeitet.
Hei ich vermisse die von Barcamp zu Barcamp getragenen Sessions über Virtuelle Welten! ;)
Und ein paar spontane Sessions rund um Berlinblase (wir sollten das auch als Vorbereitung für Leweb nutzen) würde ich auch gut finden.
Und dann sind 30 Minuten auch gar nicht so verkehrt. ;)
Und ein paar spontane Sessions rund um Berlinblase (wir sollten das auch als Vorbereitung für Leweb nutzen) würde ich auch gut finden.
Und dann sind 30 Minuten auch gar nicht so verkehrt. ;)
Vielleicht interessiert es Euch, was "Hannover" dazu denkt. Ich habe auf dem gestrigen WebMontag Hannover #7 eine Session zu den BarCamp Sessions gehalten. Die Nachlese findet Ihr hier http://www.0511web.de/2008/11/18/nachlese-session-barcamp-webmontag-hannover/
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